Feuerwehr - Geschichte

 

Schon in alten Zeiten standen die Menschen erschrocken vor der Macht des Feuers, wenn es nicht gut bewacht, zu einem Schadensfeuer wurde. So ist es verständlich, das man schon vor Jahrhunderten Anordnungen und Gesetzte erließ, wonach alle Einwohner bei der Bekämpfung von Bränden mitzuhelfen hatten.

 

Die Saynische Kanzlei in Hachenburg hatte bereits 1688 eine scharfe Verordnung über den Umgang mit Feuer erlassen. 1730 erließ Wilhelm Heinrich Herzog von Sachsen als Graf von Sayn - Altenkirchen - Wozu das Kirchspiel Mehren ja gehörte eine Verordnung zur Anschaffung und Bereitstellung von Feuerlöschgeräten. Diese wurden allerdings vorerst nur für Altenkirchen Freusburg und Friedewald besorgt.

 

Auch die Nassauische Regierung - unsere Landesherren um 1800 forderten für viele Ortschaften die Anschaffung solcher Geräte und die Preußen zu denen wir seit 1816 gehörten, verlangten schon die Bereitstellung von Feuerlöschspritzen in möglichst vielen Dörfern. Bei uns in Mehren brauchte die allerdings seine Zeit. Aus den Jahren um die Jahrhundertwende wird berichtet, das es bereits eine Gemeindewehr gegeben habe, die mit Leitern und Haken ausgerüstet war, und das jeder Haushalt eine entsprechende Anzahl lederne Wassereimer haben musste, die bei einem Brand an die Brandsstelle mitzubringen waren, damit die Eimer oder Löschkette bis zum nächsten Bach gebildet werden konnte. Das Leiterhäuschen stand unterhalb der Schule.

 

Ziemlich spät erst - gemessen an anderen Kirchdörfern - wurde hier 1934 eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. 1937/38 konnte man eine Handspritze erwerben. Für sie wurde am Ortseingang in der Nähe des Friedhofs ein Spritzenhaus errichtet. Es steht heute nicht mehr.

 

Nach 1945 wurde wie überall neu begonnen. Bei Verlagerung der Verantwortung für das Feuerlöschwesen auf die Amtsverwaltungen (Verbandsgemeinden) wurde Mehrener Feuerwehr ein Löschzug der Amtsfeuerwehr Weyerbusch heute der Verbandsgemeindefeuerwehr Altenkirchen. Ein neues Feuerwehrhaus wurde 1953 erbaut und 1978 erweitert. Außerdem befindet sich inzwischen in dem Gebäude auch modernere Spritzen und Löschgeräte. Als Veteran wird eine alte Handspritze mit Kübel und Druckausgleich hier gut aufgehoben. Zu ihrer Betätigung waren einmal 6 - 8 Männer notwendig. Im Jahr 2004 wurde das alte Raiffeisenlager zu einem neuen Feuerwehrhaus umgebaut.


Neben den bereits 1960 angeschafften VW Kombi der inzwischen als Schlauchwagen umgerüstet wurde, steht ein 1979 in Dienstgestellter VW LT bereit. Der VW LT ist übrigens am 01.11.05 außer Dienst gestellt worden. Wir warten jetzt auf die Beschaffung eines neuen TSF im Jahr 2006.

 

Erstes Löschfahrzeug - Freiwillige Feuerwehr Mehren

 

Am 30.Juli 1993 erhielt die Feuerwehr Mehren die Schlüssel für Ihr erstes Tanklöschfahrzeug durch Bürgermeister Heijo Höfer übergeben. Ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25, Fahrgestell MAN 450 HA/LF. Aufbau Ziegler, Baujahr 1972. Das Fahrzeug war vorher bei der Feuerwehr Katlenburg-Lindau (Südharz) stationiert, wo es durch ein neues Fahrzeug ersetzt wurde. Trotz seines alters von über 20 Jahren versah das Fahrzeug fast 10 Jahre gute Dienste beim Löschzug Mehren. Im Dezember 2001 wurde der MAN außer Dienst gestellt und durch das heutige TLF 16/25 Magirus 192 D ersetzt, das zuvor beim Löschzug Weyerbusch stationiert war.


Im Jahr 1995 wurde unter dem ersten Vorsitzenden Thomas Schnabel ein Förderverein der freiwilligen Feuerwehr gegründet. Dieser Verein unterstützt die Löschgruppe bei wichtigen Anschaffungen rund um das Feuerwehrwesen. Er soll nicht die Verbandsgemeinde als Träger der Feuerwehr entlasten, sondern vielmehr Anschaffungen möglich machen, die die Flexibilität und Effektivität beim Einsatz enorm gesteigert. Zum Löschbezirk gehören heute die Ersfeld, Fiersbach, Hirz-Maulsbach, Kircheib, Kraam, (ohne Heuberg) und Mehren.

 

Das TLF 16/25 im Jahre 2009 wurde durch ein LF 16/12 ersetzt. Das LF16/12 von Mercedes Benz 1124 Aufbau Ziegler ist Baujahr 1994 und lief zuvor in Holland und wurde erworben und in Eigenleistung aus- und umgebaut.


Als Brandmeister bzw. Löschzugführer standen: Karl Müller (1934 - 1939), Gustav Hobraeck (1939 - 1975), Siegfried Pick (1975 - 1985), Werner Schwarzbach (1985-1986), Reinhold Stein (1986 - 1989), Günter Kohl (1989-1993), Dietmar Hottgenroth (1993-2002), Wehrführer Ralf Schwarzbach (2002 - 2012) und ab
2012 Jörg Schwarzbach