Feuerwehr - Bericht über Einsatz am 19.06.2015

 

19.06.2015 14:09

 

Tierrettung Kircheib - Tente

 

Kleiner Hund 20 Stunden im Abwasserrohr gefangen

 

Feuerwehr rettet Hund in letzter „Sekunde“ –Das waren wohl für Frauchen und Familie sowie den betroffenen Hund die schlimmsten Stunden des bisherigen Lebens. 20 Stunden bangte eine Familie aus Neuenhof bei Kircheib um ihren kleinen schwarzen, quirligen Spitzrüden. 20 Stunden lag der kleine Kerl in einer Abwasserröhre gefangen. Am Donnerstagnachmittag war die Welt noch in Ordnung. Frauchen war mit dem Hund spazieren gegangen. Hundchen flitzte auf der freien Wiese durchs Gelände. Mal war er dort mal dort. Doch plötzlich war er weg wie vom Erdboden verschwunden. Es half kein Rufen und kein Pfeifen, der Hund blieb verschwunden, selbst sein sonstiges Kläffen war nicht zu hören. Die ganze Gegend wurde abgesucht, nichts, Hund war weg. Die Hoffnung, dass er nach einiger Zeit von selber wieder nach Hause kommt, platzte. Mit Taschenlampen ging man noch mal auf Feld bei Tente, in der Nähe des Weihers aber der Hund blieb weg.

 

Nach einer furchtbaren Nacht ging es am Vormittag wieder auf die Suche. Die Gegend wurde abgefahren, alle möglichen Leute befragt. Nichts, der Hund war nicht gesehen worden. Nochmals ging man an die Stelle wo er letztmals gesehen wurde. Immer wieder wurde sein Name gerufen. Plötzlich glaubte Frauchen ein leises Wimmer, ein klägliches Kläffen zu hören. Es war ganz in der Nähe. Im Hohen Gras fand sich ein Einlauf zu einem Wasserrohr und von hier war die Stimme des Hundes zu hören. Man hatte ihn gefunden, doch wie sollte man an ihn ran kommen? Die Feuerwehr wurde alarmiert. Die Leitstelle Montabaur schickte die Feuerwehr Mehren an den Ort des Geschehens. Die sondierte die Lage, ermittelte den Verlauf des Abwasserrohres, das man gerade einen Durchmesser von 20 Zentimetern hatte. Ein Hund in einem 200ter Rohr, der hat keine Möglichkeit sich zu bewegen, weder vor noch zurück. Spaten, schüppe und Kreuzhacke kamen in den Einsatz. Inzwischen hatten sich auch Nachbarn eingefunden und beteiligten sich an der Rettungsaktion.

 

Ein Kleinbagger wurde herbeigeschafft, mit dem die Entfernung des Erdbodens leichter und schneller von statten ging. Das Wimmern des Hundes war bald deutlicher zu hören. Die traurigen Gesichter der Hundefamilie hellten sich zusehends auf. Ihr Hund hatte jetzt die besten Chancen lebend gerettet zu werden. Knapp zwei Stunden vergingen nach Eintreffen der Feuerwehrleute als durch ein aufgebrochenes Rohr der Hund gesehen wurde. Das Rohr wurde herausgehoben und der kleine Kerl herausgezogen. Die Helfer strahlten und die Familienmitglieder hatten Freudentränen in den Augen. Der kleine Spitz war schnell wieder fit und hatte nach erster freudiger Begrüßung, mit dem Blick, „wo wart ihr denn so lange?“ nichts Eiligeres zu tun als sein Fell vom nassen Schlamm zu befreien. Die Kinder freuten sich grenzenlos ihren kleinen Spielgefährten wieder in die Arme nehmen zu können, ihn zu streicheln. Die Feuerwehr packte ihre Sachen wieder ein, erhielt noch ein herzliches Dankeschön, dem Baggerfahrer wurde die Hand geschüttelt und dann machten sich alle mit fröhlichen und zufriedenen Gesichtern auf den Heimweg. Ein Hundeleben war gerettet und eine ganze Familie geht fröhlich ins Wochenende. (wwa) Fotos: Klein/Wachow

 

Quelle: Bürgerkurier

 


 
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